Günther Uecker

Beschreibung

Zu einer der bedeutenden Persönlichkeiten des internationalen Kunstgeschehens zählt seit nahezu 50 Jahren, der 1930 in Wendorf in Mecklenburg geborene, Günther Uecker. Uecker ist nicht nur ein erfolgreicher deutscher Künstler der Nachkriegszeit, dessen Arbeiten in allen namhaften Galerien, Sammlungen und Museen zeitgenössischer Kunst zu finden sind, sondern zugleich auch geschätzter Bühnenbildner.

Insgesamt überzeugt das Werk Ueckers durch die Wechselwirkungen von Licht, Raum und Dynamik sowie deren variationsreiche Kombinationen im Rahmen der kinetischen Lichtkunst.

Geschriebene Bilder

2014 – Farblithografien
Format (H x B): je 45 x 60 cm
Auflage: 85 arabisch nummerierte (1/85-85/85),; 15 römisch nummerierte (I/XV-XV/XV) in bedruckter Kartonmappe

Eine so deutliche, lichte Farbigkeit findet sich im Werk von Günther Uecker eher selten – zumeist liegt sie in den Aquarellen –, die Mappe „Geschriebene Bilder“, mit sieben farbigen Originallithografien stellt insofern eine wundervolle Ausnahme dar. Obschon sich einem ihm eigenen, lange verfolgten Thema widmend, präsentiert sich Günther Uecker in diesen sieben querformatigen Blättern einmal mehr als Meister der freien Zeichnung und des Farbtones.

Über mehrere Reihungen von Farbfeldern oder Farbspuren lagern Zeichen, die gebündelten Figurine, ähnlich asiatischen Schriftzeichen, oder als rhythmische Punkt-Linie-Kombinationen die Erinnerung an einen tatsächlichen Text, eine Nachricht, aufrecht erhalten. Uecker geht dabei trotz Ähnlichkeiten äußerst variabel vor; so verdichtet er oder weitet die Räume zwischen den Zeichensätzen, schafft dadurch die Anmutung einer ganz individuellen Handschrift, das bedeutet einer individuellen Ansprache an den Betrachter dieser Grafiken. Denn so sieht es aus und liest sich wie ein persönlicher Brief des Künstlers. Zumeist sind es zwei, bei zwei Blättern ( IV und VI) auch drei Farbtöne, die der Künstler verwendet. Mal pigmentreich satt, mal wie bei einem Aquarell leicht und hell setzt er sie auf das Geviert. Dominanten lassen sich nicht erkennen, wohl aber erlebt man Uecker von einer beinahe heiteren, ja, fröhlichen Seite. Die Grafikmappe wurde bei Stoob Steindruck in St. Gallen gedruckt.

Unalphabetische Zeilen – Nobelpreisbibliothek

Literarische Werke von 20 Literaturnobelpreisträgern. Jeder Bucheinband individuell vom Künstler gestaltet. Eingefasst durch zwei Bronzeskulpturen.
Auflage: 500 Exemplare arabisch nummeriert

Der Künstler Günther Uecker hat sich in seinem Werk früh mit der symbolischen Kraft der Sprache befasst. Viele Arbeiten verwenden einzelne Worte, andere zeigen ein Schrift-Bild aus grafischen Konstanten. Wie in der Schrift, gehört das Serielle, fortwährend sich Wiederholende zu den ästhetischen Grundfesten seiner Kunst. Und wie die Dichtung setzt auch Uecker auf Konzentration, Gefühl, Wahrhaftigkeit. Jetzt hat Günther Uecker für jedes Buch dieser außergewöhnlichen Nobelpreisbibliothek einen individuellen Einband geschaffen. Entstanden sind 20 einzigartige Zeichnungen aus essentiellen Bildfakturen wie Fläche, Raum, Punkt und Linie. Das ist Sprache in einem anderen künstlerischen Aggregatzustand.

Seine Installationen und Objekte umschreiben die Verwundbarkeit der Materien und Elemente. Für diese Edition nimmt Günther Uecker den einzelnen Nagel jedoch vor allem als gestaltendes, Spuren wie Erinnerungen hinterlassendes Medium auf. Konvenabel zur Verwendung ergeben die Abdrücke im Material ein mit Händen greifbares, lesbares Zeichensystem, das an die in Tontäfelchen geprägte Keilschrift frühester Kulturen erinnert. Die Buchstützen-Edition ist nicht nur für die Nobelpreisbibliothek, sondern für jede Art von Literatur bestens geeignet. Bestehend aus je 2 Objekten, im Boden vom Künstler signiert.