Otto Piene

Beschreibung

Nicht nur mit Farbe und Pinsel experimentierte Otto Piene seit den 60er Jahren. Er nutzte vorallem gern neue Materialien und setzte dabei die Naturelemente Licht, Bewegung, Wind, Feuer, Luft, Energie ein. So fasst Otto Piene Kunst, unter Einbeziehung von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und einer intensive Verbindung von Kunst, Technologie und Natur, als ein energetisches Phänomen auf. Es geht ihm um „Reharmonisierung des Verhältnisses zwischen Mensch und Natur“.

Piene gilt als Wegbereiter für kinetische Kunst, war Mitbegründer der ZERO-Bewegung und war für zahlreiche interdisziplinäre Großprojekte im öffentlichen Raum richtungsweisend.

Vita

1928
Am 18. April geboren in Bad Laasphe, Westfalen

1948 – 1950
Akademie der Bildenden Künste, München

1950 – 1953
Kunstakademie, Düsseldorf

1951 – 1964
Lehrer an der Modeschule in Düsseldorf

1953 – 1957
Philosophie-Studium an der Universität Köln

1957 – 1966
ZERO-Ausstellungen und ZERO-Magazine, zusammen mit Heinz Mack und günther Uecker

1957
Erstes Lichtballett

1959
Erste Rauch- und Feuerbilder

1960
Erste programmierte Lichtplastiken

1962 – 1969
Environments für Personen, Licht, Feuer, Rauch, Luft- und Heliumplastiken

1964
Gastprofessur an der University of Pennsylvania

1964
Stadttheater Bonn: Aufträge für Kunst am Bau, u.a.

1971/72
Olympische Spiele in München

1989 – 1990
Mitglied im Gründungsbeirat der Kunsthochschule für Medien in Köln

1994
Lichtkuppel Schadow-Arkaden, Düsseldorf

seit 1968
Arbeit mit Luftprojekten (Sky Art) mit Ballons und Lichtstrahlern am Center for Advanced Visual Studies (C.A.V.S.) des Massachusetts Institute of Technology (M.I.T.),

2014 in Berlin gestorben